Der HBC Wittenberg hat seine Heimstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt und sich mit einem deutlichen 40:28 (18:14) gegen den HSV 2000 Zerbst durchgesetzt. Trotz der weiterhin fehlenden Tjorven Hafenstein und Robert Weis präsentierte sich die Mannschaft über 60 Minuten hinweg geschlossen, konzentriert und spielfreudig.
Von Beginn an war zu spüren, dass das Team die Partie kontrollieren wollte. Mit hohem Tempo im Angriff, stabiler Defensive und großer Einsatzbereitschaft setzte der HBC früh Akzente.
Konzentrierter Start mit frühem Vorsprung
Bereits in den Anfangsminuten übernahm der HBC die Initiative. Nach dem 1:0 durch Lasse Emil Cyliax (3.) legte Kevin Auer nur 30 Sekunden später zum 2:0 nach. Auch wenn die Gäste zwischenzeitlich zum 2:2 ausgleichen konnten, behielt Wittenberg die Ruhe und Struktur im Spiel.
Jeremy-Thomas Engel zeigte sich in der Anfangsphase besonders treffsicher und war maßgeblich daran beteiligt, dass sich der HBC bis zur 12. Minute auf 8:5 absetzen konnte. In dieser Phase war das Angriffsspiel variabel angelegt – Rückraumwürfe, konsequente Durchbrüche und schnelles Umschalten nach Ballgewinnen sorgten für stetigen Druck auf die Abwehr der Gäste.
Torhüter als sicherer Rückhalt
Ein entscheidender Faktor war die Leistung im Tor. Christian Brandt begann die Partie zwischen den Pfosten und zeigte bis zur 12. Spielminute drei Paraden, was einer Quote von 30 % entsprach. Anschließend übernahm Fynn Schmidt – und der sollte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Mit insgesamt 18 Paraden und einer herausragenden Quote von 46,2 % war Schmidt der überragende Akteur auf dem Feld. Immer wieder entschärfte er freie Würfe, parierte aus dem Rückraum wie auch von den Außenpositionen und leitete somit mehrere Tempogegenstöße ein.
Erste Halbzeit: Dominanz mit Makel in der Chancenverwertung
Trotz der spielerischen Überlegenheit blieb ein Kritikpunkt: die Chancenverwertung. Insgesamt 11 Fehlwürfe in der ersten Halbzeit verhinderten eine noch deutlichere Pausenführung. Immer wieder erspielte sich der HBC gute Wurfpositionen, scheiterte jedoch am Torhüter oder setzte den Ball neben das Gehäuse.
Dennoch gelang es, sich Schritt für Schritt abzusetzen. Über 13:9 (21.) und 15:10 (24.) behauptete Wittenberg die Führung. Auch in Unterzahlsituationen blieb die Defensive kompakt und diszipliniert. Mit einer 18:14-Führung ging es schließlich in die Kabine – eine verdiente, wenn auch angesichts der Spielanteile etwas zu knappe Führung.
Zweite Halbzeit: Mehr Konsequenz und klare Verhältnisse
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der HBC im Abschluss deutlich effizienter. Kevin Auer, Jeremy-Thomas Engel und Lennart Mieth übernahmen Verantwortung im Rückraum und nutzten ihre Chancen konsequenter. Ben Langner setzte sowohl vom Feld als auch vom Siebenmeterpunkt wichtige Akzente.
Besonders beeindruckend war die mannschaftliche Geschlossenheit: Jeder Feldspieler brachte sich ein, das Tempospiel funktionierte hervorragend, und auch die zweite Welle sorgte regelmäßig für einfache Tore. Beim 30:22 in der 47. Minute war die Partie praktisch entschieden.
Die Abwehr blieb weiterhin aufmerksam, verschob konsequent und zwang Zerbst immer wieder ins Zeitspiel oder zu schwierigen Würfen. Technische Fehler waren über die gesamte Partie hinweg Mangelware – ein weiterer Beleg für die hohe Konzentration im Wittenberger Spiel.
Breite Torschützenliste als Zeichen der Geschlossenheit
Die 40 Treffer verteilten sich auf viele Schultern:
Kevin Auer – 7 Tore
Jeremy-Thomas Engel – 7 Tore
Lennart Mieth – 7 Tore
Ben Langner – 6 Tore (1/3 vom 7-Meter-Punkt)
Lasse Emil Cyliax – 3 Tore
Johannes Jens Bertuleit – 3 Tore
Max Klaus – 3 Tore
Maximilian Wehner – 1 Tor
Fiete Reuter – 1 Tor
Julien Nater – 2 Tore
Diese Verteilung unterstreicht die offensive Variabilität des HBC. Es war kein Einzelerfolg, sondern eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Disziplin und Spielkontrolle bis zum Schluss
Auch in der Schlussphase ließ der HBC nicht nach. Selbst bei Zeitstrafen blieb die Mannschaft ruhig und organisiert. Der Treffer von Fiete Reuter zum 40:28-Endstand in der 59. Minute setzte den verdienten Schlusspunkt unter eine intensive, aber jederzeit kontrollierte Partie.
Fazit
Der 40:28-Erfolg gegen den HSV 2000 Zerbst war ein überzeugender Auftritt des HBC Wittenberg.
Positiv hervorzuheben:
Eine sehr stabile Abwehrarbeit
Ein überragender Fynn Schmidt mit 18 Paraden (46,2 %).
Wenige technische Fehler über die gesamte Spielzeit und eine große mannschaftliche Geschlossenheit waren die Eckpfeiler der Partie. So zeigte die Mannschaft Charakter, Qualität und Spielfreude. Mit dieser Leistung unterstreicht der HBC Wittenberg seine Ambitionen und sendet ein starkes Signal für die kommenden Aufgaben.
Fynn Schmidt und Lennart Mieth wurden für Abwehrleistung und Angriffsleistung verdient zu den MVP´s der Partie gewählt.
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