Nach beeindruckenden 14 Spielen ohne Niederlage hat es den HBC Wittenberg nun erstmals wieder erwischt. Im Auswärtsspiel beim HC Burgenland III musste sich die Mannschaft am 25.04.2026 in der SH Prittitz am Ende deutlich mit 27:37 (13:18) geschlagen geben. Eine Niederlage, die sich über die gesamte Spielzeit hinweg abzeichnete und in der Summe auch verdient war.
Die Ausgangslage vor der Partie war alles andere als günstig. Krankheitsbedingt musste der HBC gleich auf mehrere Spieler verzichten, zudem fehlten wichtige Alternativen von der Bank sowie Teile des Trainerteams. Dadurch war die Belastung für die verbleibenden Spieler von Beginn an hoch, und Wechselmöglichkeiten waren nur eingeschränkt vorhanden. Zusätzlich erschwerten ungewöhnliche äußere Bedingungen den Spielfluss: Die reguläre Anzeigetafel war durch einen Beamer ersetzt worden, der aufgrund starker Sonneneinstrahlung kaum erkennbar war. Weder Spielzeit noch Spielstand waren konstant einsehbar – ein Umstand, der auf beiden Seiten für zusätzliche Unruhe sorgte, aber insbesondere den ohnehin schwer ins Spiel findenden Gästen zu schaffen machte.
Der HBC verschlief die Anfangsphase komplett. In der Defensive fehlte von Beginn an die nötige Abstimmung, sodass Burgenland mit viel Tempo und variabler Ballbewegung immer wieder einfache Lösungen fand. Bereits nach neun Minuten lag Wittenberg mit 2:6 zurück. Vor allem das Zusammenspiel der Gastgeber im Rückraum stellte die HBC-Abwehr vor große Probleme, da Lücken zu spät erkannt und nicht konsequent geschlossen wurden.
Im Angriff zeigte sich ein ähnlich schwieriges Bild. Zwar erspielte sich der HBC gute Chancen, scheiterte jedoch entweder am gegnerischen Torhüter oder an der eigenen Ungenauigkeit. Fehlpässe, technische Fehler und überhastete Abschlüsse verhinderten, dass man den Rückstand frühzeitig verkürzen konnte. Die daraus resultierende Unsicherheit war der Mannschaft deutlich anzumerken.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es nicht, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Immer wieder nutzte Burgenland Ballverluste konsequent aus und kam zu einfachen Toren. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand auf acht Treffer an (17:9, 24. Minute). Zwar zeigte die Mannschaft in den letzten Minuten vor der Pause eine leichte Stabilisierung und konnte noch etwas Ergebniskorrektur betreiben, dennoch ging es mit einem klaren 13:18-Rückstand in die Kabine.
Für die zweite Halbzeit hatte sich der HBC sichtbar vorgenommen, aggressiver in der Abwehr zu agieren und im Angriff geduldiger zu spielen. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb die erhoffte Wende aus. Die Gastgeber knüpften nahtlos an ihre Leistung an und hielten den Abstand konstant. Immer wieder gelang es ihnen, durch schnelle Kreuzbewegungen und konsequentes Stoßen die HBC-Defensive auseinanderzuziehen.
Offensiv stemmte sich vor allem Jeremy-Thomas Engel gegen die Niederlage. Mit insgesamt 12 Treffern – darunter zwei sicher verwandelte Siebenmeter – war er der auffälligste Akteur auf Seiten der Wittenberger und übernahm viel Verantwortung. Unterstützung erhielt er unter anderem von Lasse Cyliax (7 Tore) und Max Klaus (4 Tore), doch insgesamt fehlte die mannschaftliche Geschlossenheit, um das Spiel noch einmal spannend zu gestalten.
Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit war die Partie entschieden. Beim Stand von 19:31 (47. Minute) hatte sich Burgenland uneinholbar abgesetzt. In dieser Phase machten sich sowohl die fehlenden Wechseloptionen als auch die zuvor angesprochenen Unsicherheiten deutlich bemerkbar. Die Kräfte ließen nach, die Fehlerquote blieb hoch, und auch in der Defensive gelang es nicht mehr, entscheidende Impulse zu setzen.
In der Schlussphase betrieb der HBC noch etwas Ergebniskosmetik, ohne jedoch den Spielverlauf grundlegend verändern zu können. Am Ende stand eine deutliche 27:37-Niederlage, die sowohl durch die schwache Chancenverwertung als auch durch die fehlende Stabilität in der Abwehr begründet war.
Trotz der klaren Niederlage gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten. Die Serie ist zwar gerissen, doch die Mannschaft hat in den vergangenen Monaten gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Jetzt heißt es, die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel zu ziehen, die Fehler konsequent aufzuarbeiten und im letzten Saisonspiel noch einmal alles in die Waagschale zu werfen.
Am 10.05.2026 um 16:00 Uhr empfängt der HBC Wittenberg zum Saisonabschluss in der Wittenberger Stadthalle den USV III aus Halle. Dort will sich das Team nicht nur mit einer besseren Leistung präsentieren, sondern auch einen versöhnlichen Abschluss vor heimischem Publikum erreichen.
Für den HBC spielten: Fynn, Brandi (Tor), Jay (12), Klausi (4), Fiete (1), Lennart (2), Ben (1+verletzt), Lasse (7), Seiffe, Hannes, Homer
Bank: Berti, Schmidti, Kevin, Tjorven, Miami
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