Der HBC Wittenberg hat unter schwierigsten personellen Voraussetzungen einen beeindruckenden 35:31-Auswärtssieg beim BSV „Fichte“ Erdeborn eingefahren – ein Erfolg, der vor allem auf Kampfgeist, Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit zurückzuführen ist.
Bereits vor Spielbeginn stand fest, dass die Aufgabe alles andere als einfach werden würde. Mit Rene Seiffert, Kevin Auer, Maximilian Wehner, Rene Schmidt (Betreuer), Yasin Rynek und Tjorven Hafenstein fehlte ein halbes Team. Die ohnehin angespannte Personalsituation verschärfte sich zusätzlich in der Erwärmung, als auch Robert Weis und Ben Langner dem Trainerteam mitteilen mussten, nicht einsatzfähig zu sein. Umso bemerkenswerter: Langner stellte sich dennoch einmal vom Siebenmeterpunkt zur Verfügung und verwandelte sicher.
Kapitän Christian Brandt fand vor dem Spiel die passenden Worte für diese Ausgangslage: „Mit wenigen Leuten spielt man die größten Spiele.“ Und genau diese Mentalität legte der HBC über die gesamte Spielzeit hinweg an den Tag.
Die Partie begann ausgeglichen, beide Teams lieferten sich von Beginn an ein intensives Duell. Wittenberg setzte dabei früh auf Tempo und suchte immer wieder den schnellen Abschluss. Vor allem Jeremy Engel übernahm Verantwortung und war mit insgesamt 13 Treffern kaum zu stoppen. Auch Max Klaus, Fiete Reuter sowie Johannes Bertuleit reihten sich mit wichtigen Toren ein und hielten den HBC stets auf Augenhöhe.
In der Defensive zeigte Wittenberg trotz der geringen Wechselmöglichkeiten eine bemerkenswerte Stabilität. Die Abwehr arbeitete geschlossen, unterstützte sich gegenseitig und zwang die Gastgeber immer wieder zu Fehlern oder schwierigen Würfen. Dahinter stand dann aber auch noch Christian Brandt im Tor, der der gewohnte Rückhalt seiner Mannschaft war. Besonders in den entscheidenden Momenten war auf ihn Verlass – gleich vier Siebenmeter entschärfte er und nahm Erdeborn damit wichtige Chancen, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen.
Zur Halbzeit stand es folgerichtig 16:16 – ein Spiel auf Messers Schneide.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen. Doch Mitte der zweiten Hälfte zeigte sich, was an diesem Tag den Unterschied ausmachte: Während Erdeborn zunehmend an Durchschlagskraft verlor, hielt Wittenberg das Tempo hoch und nutzte seine Chancen konsequenter. Angetrieben von Engel und einem insgesamt sehr mannschaftlich geschlossenen Angriffsspiel setzte sich der HBC Tor um Tor ab.
Selbst Unterzahlsituationen, Zeitstrafen, eine Rote Karte gegen Julien Nater und die kaum vorhandenen Wechseloptionen brachten die Gäste nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil: Die Mannschaft wuchs mit jeder Minute mehr zusammen, kämpfte füreinander und ließ sich auch in hektischen Phasen nicht beirren.
In der Schlussphase verwaltete Wittenberg den Vorsprung souverän und brachte den verdienten 35:31-Erfolg über die Zeit. Es war ein Sieg, der weniger durch individuelle Glanzmomente als vielmehr durch eine außergewöhnliche Teamleistung geprägt war – auch wenn einzelne Spieler, allen voran Engel im Angriff herausragte.
Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Jens Bertuleit entsprechend zufrieden und brachte die Leistung seiner Mannschaft auf den Punkt: „Kleines Team, großer Kampf.“
Ein Spiel, das eindrucksvoll bewies, dass Einsatz, Wille und Zusammenhalt manchmal wichtiger sind als ein voller Kader.
Zum MVP des Spiels wurde Jeremy Engel gewählt.
Die „Dicke Bertha des Tages“ ging dagegen an Johannes Bertuleit, der seinen Mitspieler zu einem unnötigen Pass „gezwungen“ hat.
Für den HBC spielten: Fynn, Brandi (Tor), Julien, Jay (13/1), Klausi (5), Fiete (5), Lennart (3), Ben (1+verletzt), Lasse (4), Hannes (4), Miami (verletzt)
Bank: Berti, Mo, Martin, Kevin
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