Der HBC Wittenberg bleibt in der Erfolgsspur und setzt sich in der heimischen Stadthalle mit 34:28 (17:14) gegen den SV Friesen Frankleben durch. In einer Partie, die über weite Strecken von ungewöhnlichen Umständen geprägt war, tat sich der HBC lange schwer, fand aber am Ende dennoch einen souveränen Weg zum nächsten Erfolg.
Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass es kein gewöhnlicher Handballabend werden würde. Technische Probleme in der Stadthalle sorgten schon am Nachmittag für Unruhe. Das Einlauflied funktionierte nicht, zudem fehlte der Hallensprecher, der normalerweise für Stimmung sorgt. Auch während der Partie kam es immer wieder zu Unterbrechungen, da die Anzeigetafel mehrfach fehlerhaft arbeitete und das Spiel in den ersten Minuten sogar mehrfach gestoppt werden musste. Da die Anzeige auch im weiteren Spielverlauf immer wieder falsche Zeiten und Spielstände zeigte, fehlte beiden Mannschaften über weite Strecken ein klarer Überblick über Spielminute und Ergebnis.
Entsprechend schwer fiel es dem HBC, einen echten Rhythmus zu entwickeln. Trainer Jens Bertuleit hatte im Vorfeld bereits davor gewarnt, dass gerade Spiele gegen vermeintlich klar unterlegene Gegner oft eine besondere Herausforderung darstellen können – genau so entwickelte sich die Partie.
Auch personell gab es einige Veränderungen. Kevin Auer, der zuletzt mit Knöchelproblemen zu kämpfen hatte, wurde zunächst geschont. Zudem setzte der HBC in der Startformation auf den jungen Fynn Schmidt, während einige erfahrene Kräfte zunächst draußen blieben.
Frankleben nutzte die ungewohnte Situation gut aus und hielt das Spiel lange offen. Erst im Laufe der ersten Halbzeit konnte sich der HBC Schritt für Schritt stabilisieren und schließlich eine knappe Führung erarbeiten, mit der es beim Stand von 17:14 in die Pause ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst zerfahren. Viele kleine Fehler, unterbrochene Spielphasen und fehlender Rhythmus verhinderten lange Zeit, dass sich Wittenberg entscheidend absetzen konnte. Dennoch behielt der HBC letztlich die Kontrolle und baute seinen Vorsprung in der Schlussphase weiter aus.
Positiv hervorzuheben ist dabei vor allem der Einsatz der jungen Spieler aus der A-Jugend, die erneut viele Spielanteile erhielten und ihre Chance gut nutzten. Lasse Cyliax, Max Klaus, Moritz Milling konnten sich dabei in die Torschützenliste eintragen und wichtige Minuten sammeln.
Am Ende steht ein verdienter 34:28-Heimsieg, mit dem der HBC seine starke Serie fortsetzt und weiterhin auf Tabellenplatz drei bleibt. Nach einer schwierigen Hinrunde schielt die Mannschaft damit weiterhin Richtung Treppchen der Verbandsliga Süd – auch wenn dafür in den kommenden Wochen weiterhin volle Konzentration nötig sein wird.
Zum MVP des Spiels wurde Max Klaus gewählt.
Die „Dicke Bertha des Tages“ ging dagegen an Tjorven, der in der Halbzeitpause die Statistik, die er verletzungsbedingt von der Bank aus führen sollte, kurzerhand in der Kabine vergaß.
Trotz aller Umstände bleibt am Ende festzuhalten: Auch ohne perfekten Spielfluss holt der HBC die nächsten zwei Punkte und bleibt in der Rückrunde weiterhin eine Macht.
Für den HBC spielten: Fynn, Brandi, Yasin (Tor), Julien, Moritz (3), Jay (6), Klausi (3), Kevin (4), Lennart (4), Lasse (5) , Ben (8/3), Hannes, Miami (Verletzt), Homer (1)
Bank: Schmidti, Berti, Mo, Martin, Tjorven
Adresse:
HBC Wittenberg
Straße der Befreiung 113
06886 Wittenberg
