HBC Wittenberg – USV Halle III 29:29 (14:14)
Der HBC Wittenberg hat es am letzten Spieltag der Verbandsliga-Saison verpasst, sich mit der Bronzemedaille zu belohnen. Im Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen USV Halle III kam die Mannschaft nicht über ein 29:29-Unentschieden hinaus. Durch die Punkteteilung zieht der SV 07 Apollensdorf in der Abschlusstabelle noch vorbei – aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs muss sich der HBC am Ende mit Rang vier zufriedengeben.
Dabei war die Ausgangslage klar: Mit einem Sieg hätte sich Wittenberg den dritten Platz gesichert. Doch über die gesamten 60 Minuten gelang es nur selten, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Statt das gewohnte Tempospiel konsequent auf die Platte zu bringen, passte sich der HBC über weite Strecken dem Spielrhythmus der Gäste an. Halle nutzte das geschickt aus und zeigte trotz der schwierigen Saison eines der besseren Spiele der vergangenen Monate.
Schon früh entwickelte sich eine enge Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zwar hatte der HBC immer wieder Phasen, in denen eine Vorentscheidung möglich schien, doch technische Fehler, ausgelassene Chancen und fehlende Konsequenz verhinderten eine klare Führung. Immer wieder kämpfte sich der USV zurück ins Spiel und hielt die Begegnung offen.
Mit einem 14:14 ging es in die Halbzeitpause, und auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel völlig ausgeglichen. Wittenberg schaffte es mehrfach, auf zwei oder drei Tore davonzuziehen, ließ die Gäste jedoch jedes Mal wieder herankommen. Vor allem in entscheidenden Momenten fehlte die nötige Ruhe und Konsequenz im Abschluss. Gleichzeitig verdiente sich Halle den Punktgewinn mit großem Einsatz und einer disziplinierten Leistung.
So entwickelte sich eine nervenaufreibende Schlussphase. Der HBC legte zwar mehrfach vor, fand jedoch defensiv zu selten Zugriff. In den letzten Minuten gelang es nicht mehr, das Spiel entscheidend auf die eigene Seite zu ziehen. Das 29:29-Endergebnis war für die Gastgeber letztlich zu wenig – auch wenn die Enttäuschung unmittelbar nach Abpfiff spürbar war, musste man anerkennen, dass sich Halle das Unentschieden verdient hatte.
Trotz des verpassten dritten Platzes gab es an diesem Nachmittag auch emotionale Momente. Mit René Seifert, Kevin Auer und Julien Nater wurden drei Spieler verabschiedet, die den Verein über Jahre geprägt haben. Besonders erfreulich war, dass René Seifert und Julien Nater noch einmal aktiv auf der Platte stehen konnten. Kevin Auer konnte verletzungsbedingt zwar nicht mehr ins Spiel eingreifen, erhielt aber dennoch einen würdigen Abschied in der Stadthalle. Auf die Verabschiedungen wird der Verein in separaten Beiträgen noch ausführlicher eingehen.
Auch wenn das Saisonfinale enttäuschend verlief, sollte der Blick auf die Gesamtentwicklung nicht fehlen. Der HBC spielte eine starke Rückrunde und gehörte mit zehn Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage zu den konstantesten Teams der Liga in der zweiten Saisonhälfte. Entscheidend für die verpasste Medaille war letztlich die Hinrunde, in der zu viele Punkte liegen gelassen wurden.
Positiv hervorzuheben ist zudem die individuelle Ausbeute einiger Spieler: Mit Kevin Auer, Ben Langner und Jeremy Engel platzierten sich gleich drei HBC-Akteure in den Top 20 der Torschützenliste der Verbandsliga Süd.
Nun geht es für Mannschaft und Verein zunächst in die wohlverdiente Pause. Die Saison wird analysiert, einige Dinge aufgearbeitet und gleichzeitig bereits der Blick auf die kommende Spielzeit gerichtet. Mit frischer Energie und personellen Verstärkungen möchte der HBC Wittenberg in der Saison 2026/27 erneut angreifen.
Für den HBC spielten: Fynn, Brandi, Yasin (Tor), Jay (6), Klausi (2), Fiete (2), Lennart (2), Ben (5/2), Lasse (9), Seiffe(2/1),Hannes, Schrödi (1), Miami, Homer
Bank: Berti, Schmidti, Kevin, Tjorven, Miami, Martin
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